Das Plugin Jetpack

Logo des Plugins Jetpack von Automattic

Jetpack?

Jetpack ist ein Plugin zur Funktionserweiterung einer WordPress Installation. Ich habe mich lange gefragt, was es mit diesem Plugin auf sich hat bzw. inwieweit es für mich nützlich sein könnte. Jetpack wurde mir ständig zum Download vorgeschlagen. Irgendwann wurde ich neugierig und habe es getestet und verwende es nun tatsächlich auf dieser Seite und auch auf einigen Webseiten meiner Kunden.

Es gibt von diesem Plugin mehrere Versionen, neben einer freien Version gibt es auch einige kostenpflichtige Versionen. Die kostenpflichtigen Versionen werden entweder monatlich oder jährlich abgerechnet. Ich konzentriere mich hier zunächst auf die freie Version, da ich diese bisher einsetze. Sollte ich einmal eine der anderen Versionen testen, schreibe ich darüber ggf. noch einen weiteren Blogpost.

Was sind die Voraussetzungen zur Nutzung des Plugins?

Damit man das Plugin nutzen kann, müsst Ihr Euch bei WordPress.com registrieren. Dies ist auch notwendig, wenn man seine Seite selber hostet. Über den Zugang über wordPress.com könnt Ihr dann die eigene Seite verwalten. Die Verwaltung der Seite ähnelt dem Funktionsumfang, welchen Ihr ggf. aus den mobilen Apps kennt.

Screenshot des Dashboards einer Webseite unter wordpress.com mit der Darstellung der einzelnen Funktionen der WordPress Seite, wie z. B. Seiten, Blogbeiträge
Screenshot der Verwaltungsseite bzw. des Dashboards unter wordpress.com

Wirklich notwendig ist es allerdings nicht die eigene Seite über wordpress.com zu verwalten. Im Grunde könnt Ihr auch weiterhin alle relevanten Einstellungen im seiteneigenen Dashboard vornehmen. Lediglich die Auwahl der zusätzlichen Themes kann hierüber erfolgen. Zu den einzelnen Funktionen kommen wir später noch.

Das Dashboard

Einmal installiert, aktiviert und registriert, kann man sich nun mit den Einstellungen im Dashboard beschäftigen. In der „Verwaltungsleiste“ im Dashboard erhält Jetpack einen eigenen Menüpunkt.

Screenshot des Jetpack Icons in der Dashboard Verwaltungsleiste.
Screenshot des Jetpack Icons in der Dashboard Verwaltungsleiste.

Fährt man dann mit der Maus auf dem Schriftzug, erscheinen die zwei Optionen Dashboard und Einstellungen. Zwischen diesen Optionen kann man jeder Zeit hin und her schalten, dafür gibt es ganz oben im Fenster einen entsprechenden Schalter:

Screenshot der ersten Zeile des Jetpackfensters mit dem Auswahlbutton für Dashboard und Einstellungen.
Screenshot der ersten Zeile des Jetpackfensters mit dem Auswahlbutton für Dashboard und Einstellungen.

Euch werden im Dashboard bereits einige Einstellungsmöglichkeiten geboten. Zuerst erscheint hier die Einstellung für die Website-Statistiken.

Website-Statistiken

Diese Funktion ist zunächst aktiviert. Ihr müsst diese Funktion also aktiv ausschalten, wenn Ihr diese Funktion nicht benötigt. Warum sollte man diese Funktion also ausschalten? I. d. R. nutzen die meisten Webseitenbetreiber Google Analytics für die Analyse ihrer Webseitenstatistiken. Der Vorteil von Google Analytics liegt vor allem in der Genauigkeit und dem großen Funktionsumfang. Willst Du lediglich einen schnellen und einfachen Überblick über die Zugriffe Deiner Webseite erhalten, so könnten allerdings die Jetpack-Statistiken ausreichen.

Ihr solltet Euch allerdings für eine Variante entscheiden, da Ihr dem Seitenbesucher nicht ein zweifaches „Tracking“ zumuten solltet. Ihr müsst auch immer daran denken dies entsprechend in Eurer Datenschutzerklärung zu vermerken.

Wie Ihr diese Funktion ausschalten könnt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Sicherheit

In diesem Funktionsbereich stehen die meisten Funktionen erst in den kostenpflichtigen Versionen bereit. Die dazugehörige englischsprachige Webseite gibt hierzu einen sehr guten Überblick.

Screenshot der englischen Webseite mit einem Überblick der Sicherheitsfeatures des WordPress Plugins Jetpack.
Sicherheitsfunktionen von Jetpack im Überblick

Über die Funktion „Downtime Monitoring“ erhält man eine Email, sobald vom System ein Seitenausfall festgestellt wurde. Teilweise hat mich diese Meldung erstaunt, da ich mir nicht erklären konnte warum eine Webseite nicht zu erreichen war. Mir ist also ein wenig schleierhaft, wie dieses Feature funktioniert.

Der Hinweis auf austehende Updates (Plugin Updates) der Plugins ist im Grunde auch keine neue Funktion. Wenn Ihr Euch bei WordPress anmeldet, wird Euch auch ohne dieses Plugin angezeigt, dass Plugins zu aktualisieren sind.

Protect blockiert verdächtige Login-Versuche. Darüber hinaus schützt Protect die Seite vor „brute force“ Attacken. Darunter kann man Loginversuche mit „roher Gewalt“ verstehen. Hier versucht eine Software mögliche Schwachstellen im Code zu finden und versucht sich somit Zugang zur Seite zu veschaffen. Stand jetzt wurde dies lt. Jetpack 155 Mal bei meiner Seite verhindert! Diese Zahl lässt sich schwer nachvollziehen. Sicherheitsprobleme können allerdings immer auftreten. Vor einigen Wochen musste ich eine Seite „retten“ bzw. wiederherstellen, die ebenfalls „gehackt“ wurde. Die Seite war imner öfter nicht erreichbar und schlussendlich wurde die Domain dann vom Hostinganbieter gesperrt, bis alle belasteten Dateien entfernt wurden. Bei der Seite handelte es sich nicht um ein typischens „Angriffsziel“, es handelte sich also nicht um ein großes und bekanntes Unternehmen. Man erkennt daran auf jeden Fall, dass im Grunde jede Seite gefahr läuft einmal angegriffen zu werden. Aus diesen Gründen scheint mir diese Funktion sehr sinnvoll zu sein und steht glücklicherweise auch in der kostenfreien Version zur Verfügung.

Die kostenpflichtigen Funktionen aus diesem Bereich habe ich bisher noch nicht getestet und kann aus diesem Grunde darüber auch noch keine Auskunft geben.

Unter diesem Punkt stehen im Dashboard die folgenden Funktionen zur Verfügung:

Screenshot des Performancebereichs der kostenfreien Version von Jetpack mit zwei Auswahlfeldern
Screenshot des Performancebereichs der kostenfreien Version von Jetpack

Ich nutze derzeit die Funktion „Bilder-Performance„. Wenn diese Funktion aktiviert ist, werden die Bilder dem Nutzer über ein CDN geliefert und nicht mehr über den eigenen Webserver. Ein CDN ist ein Content-Delivery-Network. Hier werden die Daten sozusagen regional verteilt, damit eine schnelle Auslieferung der Bilder immer gewährleistet ist. Das Ziel dieser Funktion ist es schlichtweg Bilder schneller zu laden. Dies ist wirklich nützlich, da Bilddateien insbesondere bei schlechteren Datenverbindungen ansonsten zu lange laden. Zu lange Ladezeiten der Bilder führen auch unweigerlich zu längeren Ladezeiten für den Nutzer und damit zu einem schlechteren Nutzererlebnis. Da ich derzeit nicht so viele Bilder (sondern eher Icons) verwende, kann ich die Effektivität dieser Funktion noch nicht abschliessend beurteilen. Ich bin gerade dabei eine Seite für Businessfotografie zu kreieren, bei dieser Seite werde ich dann eher beurteilen können ob diese Funktion etwas bringt.

Fazit

Ihr solltet das Plugin ruhig einmal ausprobieren. Zumindest, wenn Euch mindestens eine der angebotenen Funktionen helfen könnte. Die einzelnen Funktionen zu aktivieren und zu deaktivieren ist leider etwas schwieriger. Ich werde dazu noch einen gesonderten Blogpost schreiben, da dieser Post ansonsten zu lang würde. Solltet Ihr Fragen zu diesem Plugin haben, könnt Ihr mir gerne unter christian@bildpunktfabrik.de schreiben.

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